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Geschichte der beiden Lausitzen

Von der Sorbenzeit bis zum Dreißigjährigen Krieg

Quelle: Pölitz, Karl Heinrich Ludwig 1817. Handbuch der Geschichte der souverainen Staaten des teutschen Bundes. Ersten Bandes erste Abtheilung, enthält die Geschichte des östreichischen Kaiserstaates. Leipzig: In der weidmannischen Buchhandlung.

Weil beide Lausitzen bereits 1635 im Prager Frieden von Oestreich an den sächsischen Churstaat abgetreten wurden; so ist deren Geschichte bei der Geschichte des Königreiches Sachsen in dieser Geschichte der souverainen Staaten des teutschen Bundes beigebracht, und hier bei Oestreich nur das Allgemeinste aufgenommen worden, was zur Würdigung dieser Erwerbung unter Ferdinand gehört.

Die Geschichte der beiden Lausitzen ist, wie die Geschichte der meisten Slavenländer, noch nicht befriedigend behandelt, und würde in einzelnen Zeiträumen der Kritik ein reiches Gebiet eröffnen, wenn nur noch mehr Quellen für sie vorhanden wären. Dazu kommt, daß beide Lausitzen nur selten besondere Regenten gehabt hab…
Letzte Posts

Geschichte des alten Europa

In: Blümeling, Franz Anselm 1838. 
Synchronistisch-ethnographische Tabellen der Geschichte des Alterthums und seiner Kultur. Für Gymnasium und höhere Bürgerschulen ausgearbeitet. 
Köln: Verlag von F. C. Eisen.


2000 v. Chr. Der Westen Europas von Kelten, einem Zweige des kaukasischen Urstammes bewohnt. 280 v. Chr. Die Gallier unter Cambaules, Ceretrius, Akichorius, Brennus und Belgius ziehen gegen Westen. 230-228 v. Chr. Krieg der Illyrier in Verbindung mit den Akarnaniern gegen die Römer. 206-133 v. Chr. Die Spanier besonders Celtiberer und Lusitaner suchen in fast ununterbrochenem Kriege ihre Freiheit gegen die Römer zu behaupten. 149-140 v. Chr. Krieg der Spanier unter dem tapfern Lusitanier Viriathus gegen die Römer. 133 v. Chr. Mit der Eroberung und Zerstörung von Rumantia die Spanier von den Römern unterworfen. 133-101 v. Chr. Krieg der Cimbrer und Teutonen gegen Rom. 105 v. Chr. Die Cimbrer besiegen unter ihrem König Bojorir die Römer in Gallien. 102 v. Chr. Die Teu…

Deutsche Völker

Bei der Cosmographie handelt sich um das bekannteste geographische Werk aus dem späten Mittelalter. Es wurde 1544 in Latein verfasst und war 50 Jahre später auch auf Deutsch erhältlich.


Erwähnung von Vineta

Über den Autor

Sebastian Münster wurde 1488 als Sohn einer bäuerlichen Familie der Oberschicht in Ingelheim / Rhein geboren. Er war Theologe und Hebraist und wirkte unter anderem in Tübingen, Heidelberg und Basel, wo er auch das Basler Bürgerrecht erwarb.

Nach der Verfassung seiner hebräischen Bibelausgabe arbeitete er an seiner Weltbeschreibung, die in sechs Büchern mit damals hochmodernen Druckverfahren herausgegeben wurde. Dabei wurden ihm seine Vorarbeiten in Form der intensiven Reisen am Oberrhein zum Vorteil. In der Cosmographie ist das gesamte damalige historische und geographische Verständnis, aber auch naturwissenschaftliches Wissen zusammengefasst.

Das Werk enthält zahlreiche Illustrationen und Karten, unter anderem von dem Augsburger Hans Holbein dem Jüngeren und David Ka…

Die Sprache der alten Preußen

In: Das Ausland. Eine Wochenschrift für Kunde des geistigen und sittlichen Lebens der Völker. 
Nr. 21. 26. Mai 1854: S. 483/84.
Während hinsichtlich der Kelten alles noch in nebelhafter Ungewißheit schwebt, so wichtig auch die Frage für die alte Geschichte und Ethnographie ist, stehen wir hinsichtlich des Volks der alten Preußen, eines Zweigs des litthauischen Stammes, auf festem sprachlichem Boden. Franz Bopp, der berühmte Verfasser der „vergleichenden Grammatik des Sanskrit, Zend, Griechischen, Lateinischen, Litthauischen und Deutschen,“ hat als eine Art Nachtrag und Fortsetzung eine Abhandlung „über die Sprache der alten Preußen“ veröffentlicht, die in der Akademie zu Berlin vorgelesen, vor kurzem auch in besonderem Abdruck erschienen ist. Die Sache verdient im Allgemeinen und Speciellen eine aufmerksame Beachtung: im Allgemeinen, weil sie uns an der festen Hand einer organischen Entwicklung der Sprachen in eine Zeit hinaufführt, die der Natur der Sache nach, wie Bopp selbst sagt, s…

Geschichte der Mennoniten

Die Ursprünge in den Niederlanden

In Westpreußen siedelten sich während des 16. und 17. Jahrhunderts eine Vielzahl an niederländischen / niederdeutschen Mennoniten an. Es handelt sich um eine aus der Reformation hervorgegangene protestantische Freikirche, benannt nach dem friesischen Wiedertäufer Menno Simons.

Sie entstand aus der Täuferbewegung, die um 1525 in der Schweiz aufkam und sich rasch nach Süddeutschland ausweitete. Die reguläre Kirche versuchte zu Anfang, die Mennoniten zu verdrängen, weil nach deren Verständnis die Kindestaufe abgelehnt und durch freiwillige Taufen ersetzt wurde. An dieser Praxis lehnte sich auch der frühe Name der Glaubensrichtung an.

Sowohl die katholische Kirche als auch die neu entstehende lutherische Kirche lehnten diese Verhaltensweise aber ab. Im Zuge der Reformation breiteten sich die Täufer über Baden und das Elsass immer weiter gen Norden aus, bis sie schließlich die Niederlande erreichten. Hier vertrat Menno Simons eine gemäßigte und friedliche…

Historische Bilder aus Fernost

Tempel, Pagoden, Japanische Gärten und traditionell gekleidete Bewohner

















Die Venus von Willendorf

Die Venus von Willendorf ist eine circa 30.000 Jahre alte Figur aus Stein, die 1908 in der Wachau bei Willendorf in Österreich gefunden wurde. Sie stammt aus der jüngeren Altsteinzeit und wird heute im Naturhistorischen Museum Wien aufbewahrt. Sie ist eines der ältesten bekannten Kunstwerke überhaupt und ist so kostbar, dass über lange Zeit dem Besucher lediglich eine Nachbildung anschaubar war. Heute ist das Original von einer speziellen Tresorvitrine umgeben.

Die Venus im Museum
Was stellt die Venus dar?

Die Figur ist 11 Zentimeter hoch und hat breite Brüste und Gesäß. Ursprünglich war sie dick mit roter Farbe bemalt. Den Kopf umgibt eine auffallend lockige Haarpracht, die reihenförmig und noppenartig angeordnet ist. Es könnte sich auch um eine Kopfbedeckung handeln, die recht kunstvoll anmutet und über die Stirn gezogen ist. Unter dieser ist auf der linken Seite der unteren Kopfhälfte ein Loch erkennbar, das eindeutig an ein Auge erinnert. Unten am Kopf befindet sich mittig ein kur…

Das Aurignacien

Das Aurignacien oder Jungpaläolithikum begann vor circa 40.000 Jahren und dauerte 10.000 bis 15.000 Jahre. Es war eine Epoche des Schaffens und der Kunst. Die Entstehung zahlreicher figürlicher Abbildungen wie der Venus von Willendorf fallen in diese Zeit. Man muss sich Europa in dieser Zeit als einen Kontinent vorstellen, der ständig im Wandel begriffen war. Der Norden war sehr kalt und weite Gebiete sowieso unbewohnbar. Es lebten nur wenige Menschen in Europa, die über riesige Areale verstreut waren und so gut wie keinen Kontakt zueinander pflegten.

Die Menschen dieser Periode waren Jäger und Sammler. Kurzum Nomaden, die immer wieder weite Strecken zurücklegten. Aber sofern sie eine ertragsreiche Gegend gefunden hatten, wurden sie auch sesshaft und kehrten wahrscheinlich immer wieder an diese Stelle zurück. Hier bildeten sich Gruppen, die dann zu Stämmen heranwuchsen und wieder auseinander gingen, sodass Gene in alle Richtungen verstreut wurden und bis heute genau nach…

Der Hobbit-Mensch

Im Jahre 2003 wurde auf der indonesischen Insel Flores bei Ausgrabungen ein ungewöhnlicher Fund gemacht. Es handelte sich um ein etwa 1 Meter großes Skelett, das zwar Merkmale eines Menschen aufwies, aber vom Aussehen her auch an einen Affen erinnerte. Niemals wurde je zuvor Vergleichbares entdeckt, und deswegen konnte auch niemand das Skelett zuordnen. In Anlehnung an die in J. R. R. Tolkiens Romanen vorkommenden Fantasywesen wurde dieser Fund „Hobbit“ genannt (Romane „Der kleine Hobbit“ oder „Der Herr der Ringe“), was soviel wie „Halbling“ bedeutet.

In der Tat betrug die Körpergröße dieses Wesens in aufgerichtetem Zustand etwa die Hälfte eines heute lebenden, sehr großen Menschen. Zunächst ging man davon aus, dass es sich um einen Frühmenschen handeln könnte, aber eine Altersdatierung umgebender Schichten ergab die bis heute vorherrschende Meinung, dass der Hobbit vor circa 18.000 Jahren lebte. Nach dem Fundort wurde die neue Gattung homo floresiensis benannt. Zudem machte man sich…

Die Ausbreitung des modernen Menschen

Genetische Studien beweisen, dass sich alle Menschen auf der Welt auf gemeinsame Urahnen zurückführen lassen. DNA-Analysen ermöglichen schon heute die Ermittlung einer gemeinsamen Vorfahrin aller heute lebenden Frauen.

Die Zurückverfolgung der direkten mütterlichen (mitochondrialen) Linie ergab, dass diese vor 175.000 Jahren +- 50.000 Jahre in Afrika lebte. Älteste Menschenfunde sind noch deutlich älter. Das Skelett des "Lucy" genannten Australopithecus wurde 1974 in Äthiopien entdeckt und ist rund 3,2 Millionen Jahre alt. Sie beherrschte offenbar bereits den aufrechten Gang.

Vor Urzeiten siedelten kleine Stämme dicht beisammen und waren untereinander verwandt. Sie legten weite Strecken zurück, durchquerten Steppen und Gebirge und setzten sich gegen die feindliche Umwelt durch. Sie blieben meist zusammen und gingen nur selten auseinander. Wenn sie sich trennten und nicht mehr zueinander fanden, entwickelten sie sich auch genetisch getrennt. Eine neue Linie entstand, die wir …