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Tieck - Heinrich, Herzog von Breslau

Ludwig Tieck (* Berlin 1773 + Berlin 1853)

Ich klage dir Meye, ich klage dir Sommerwonne,
Ich klage dir, glänzende Heide breit,
Ich klage dir, augenleuchtender Klee,
Ich klage dir grüner Wald, ich klage dir Sonne,
Ich klage dir, Venus, sehnende Leid,
Daß mir die Liebe thut so weh!
Wollt ihr hülflich beypflichten,
Vertrau ich, daß die Liebe müsse richten
Sich auf ein minnigliches Wesen,
Nun laßt euch seyn verkündet meinen Kummer,
um Gott, und helfet mir genesen. -

- Was thut sie dir? Laß hören uns die Schulde,
Daß ohn` Ursach ihr nichts gescheh
Von uns, denn das ist weiser Sinn. -
- Im lieben Wahne hab` ich wohl ihre Hulde,
Wenn aber ich mehr noch wünsche je,
Sieht sie mich sterben, eh solch Gewinn
Mir von ihr würde zu Theile,
Das ist ein Tod minniglichem Heile.
O weh, daß ich sie jemals sach!
Da mir im Herzen liebe Liebe reichet so bitterliches Ungemach. -

- Ich Meye, will den Blumen mein befehlen,
Den Rosen roth, den Lilien weiß,
Daß sie sich vor ihr schließen zu: -
So will ich Sommerwonne, mir abstehlen
Der kleinen Vögelein süßen Fleiß,
Daß der gegen sie ein Schweigen thu: -
Ich Heide breit, will fangen
Sie, wenn sie kommt nach lichten Blumen gegangen
Auf mir, ich will sie halten dir;
Nun sey von uns ihr widersagt, der Guten,
so muß sie seyn gnädig dir. -

Ich leuchtender Klee will dich mit Scheine rächen
Wenn sie mich an mit Augen sieht,
Daß sie vor Glanze schielen muß: -
Ich grüner Wald, will ab meine Läuber brechen,
Wenn sie in meinen Schatten flieht,
Sie gebe dir denne holden Gruß: -
Ich Sonne, will durchhitzen
Ihr Herz und Muth, kein Schattenhut für Schwitzen
Mag gegen mir ihr helfen nicht,
Sie wolle denn deinen sehnenden Kummer wenden,
was mit herzlicher Liebe geschicht. -

Ich Venus, will ihr alles das verleiden
Was minniglich geschaffen ist,
Thut sie dir nicht Genaden Rath. -
- O weh, soll man sie von den Wonnen scheiden,
Eh wollt` ich sterben sonder Frist,
Wie sehr sie mich betrübet hat. -
Willst du dich rächen lassen,
Ich schaffe, daß ihr aller Freuden Straßen
Nur widerspenstig müssen wesen. -
Ihr zarter Leib der möcht` es nicht erleiden,
laßt mich eh sterben, sie genesen. -

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Die Venus von Willendorf

Die Venus von Willendorf ist eine circa 30.000 Jahre alte Figur aus Stein, die 1908 in der Wachau bei Willendorf in Österreich gefunden wurde. Sie stammt aus der jüngeren Altsteinzeit und wird heute im Naturhistorischen Museum Wien aufbewahrt. Sie ist eines der ältesten bekannten Kunstwerke überhaupt und ist so kostbar, dass über lange Zeit dem Besucher lediglich eine Nachbildung anschaubar war. Heute ist das Original von einer speziellen Tresorvitrine umgeben.

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Kroaten im Ausland

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In der Wojwodina, dem nördlichen Teil Serbiens, sind nach der Volkszählung von 2002 noch circa 60.000 Kroaten ansässig. In Montenegro wurden 2003 circa 7000 Kroaten gezäh…